Test: Just Cause für Xbox 360

Ich habe letzte Woche Just Cause für Xbox 360 bekommen. Gekauft habe ich das Spiel gebraucht über endboss.de für 40 Euro.

Am Anfang sieht Just Cause sehr cool aus – man bekommt erstmal einen Farbschock – das Meer, der Strand und das ganze Grün macht richtig Lust auf Urlaub. Wie bei jedem Spiel wird einem am Anfang die Steuerung und der Spielverlauf durch ein paar Tutorialmissionen erklärt, dies macht auch gute Laune. Erstmal aus dem Flugzeug springen und lange fallen lassen und für den richtigen Kick den Fallschirm erst kurz vor dem Boden aufmachen. Dann einen Typen beschützen, mit dem Auto-Geschütz ballern, jemanden aus dem Gefängnis befreien und eine Siedlung befreien. Dann ist das Tutorial vorbei und mehr gibt es im Spiel eigentlich auch nicht.

Es gibt noch Unmengen an Nebenmissionen, die aber eigentlich auch immer das selbe sind – jemanden töten, etwas stehlen, etwas in die Luft jagen. Letzteres geht übrigens nicht (gilt nur für Nebenmissionen), da das Spiel dort einen Fehler hat, das Gebäude was in zerstören soll, hat dann nämlich keine Kollisionsabfrage, d.h. man kann einfach durchschießen und nichts passiert.

Nach ein paar Mission sieht eine Insel aus wie die andere und eine Mission ist wie die andere. Alle Siedlungen und Städte sehen nach zu identisch aus und Fahrzeuge gibt dann irgendwie auch nicht so viele. Sehr nervig ist auch die Orientierung auf der Karte. Die Minimap-Ansicht ist nicht sehr hilfreich wenn man weiter weg einen Punkt erreichen muss. Einen Navigationspunkt, wo dann ein Pfeil hinzeigt, kann man auch nicht setzen, also muss man immer wieder auf die große Gesamtkarte schauen, was nach einiger Zeit nervt. Da man immer das Menü aufmachen muss, was mit Ladezeiten bedankt wird.

Insgesamt ist Just Cause ganz lustig für kurze Zeit, aber wenn man genau hinsieht, und sich von den grellen Farben und den Standardlichteffekten nicht blenden lässt, sieht man, dass es eigentlich für die Xbox gemacht wurde und die Entwickler mit wenig Liebe gearbeitet haben. Der Sound ist sehr monoton, nach 20 Minuten spielen kann man es nicht mehr hören und muss erstmal Musik von der Festplatte auswählen, damit man weiterspielen kann. Man findet viele kleine Fehler, die einem den Spaß am Spiel nehmen. Zudem hat man nach etwa 10 Missionen alles im Spiel gesehen was es zu sehen gibt, danach wiederholt sich alles nur noch. Durchgespielt hab ich es nicht, da es mir zu langweilig und nervig wurde. Ausleihen beim Kumpel oder bei der Videothek lohnt sich aber wohl einmal.

Grafik – 75%
Sound – 50%

Steuerung – 65%
Spaßfaktor – 50%

Insgesamt: 60%
(Insgesamt für kurze Spieldauer: 75%)

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